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Mit Storytelling zum Traumjob: So klappt es!

5 Tipps, die deine Jobchancen erhöhen.

Du bewirbst dich und bekommst ständig Absagen? Vielleicht liegt es daran, dass deinem Motivationsschreiben der letzte Schliff fehlt. Personaler/innen langweilen sich oftmals beim Lesen von Bewerbungsmappen. Tausende googeln nach Vorlagen für Motivationsschreiben und Lebensläufe. Viele Bewerbungsunterlagen sind dadurch austauschbar und selten wirklich spannend. Deshalb zeigen wir dir in diesem Artikel, wie du deine Bewerbungsmappe mit ein paar kleinen Kniffen aufwertest.

 

Menschen lieben Geschichten – Und das schon seit langer Zeit!

Experten aus der HR-Branche wie etwa Christoph Bucher sind der Meinung, dass das Storytelling immer mehr Einzug in den HR-Alltag findet. Doch was bedeutet Storytelling eigentlich? Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff „Geschichten erzählen“ und genau dabei bleibt es letztlich auch. In der menschlichen Historie gibt es unzählige Geschichten, beispielsweise von David und Goliath oder Homers Odyssee, die uns bis heute bekannt sind. Heute werden Geschichten unter anderem gezielt in der Werbung eingesetzt, um Marken oder Produkte effektiver an Kunden zu verkaufen. Vom heutigen Stand der Hirnforschung aus gesehen ist diese Vorgehensweise durchaus sinnvoll, um Informationen zu verankern. Es gibt unzählige Bücher und wissenschaftliche Artikel über Studien, die einen Zusammenhang zwischen der Informationsspeicherung im Gehirn und der Qualität der im Vorhinein erzählten Geschichte belegt haben. Eine bildhafte und leicht verständliche Sprache erschafft im besten Falle beim Gegenüber ein Kopfkino, das bei diesem auch auf Dauer in Erinnerung bleibt.  

 

Tipp Nr. 1: Dein Leben ist eine spannende Geschichte! Erzähle sie!

Eignet sich Storytelling überhaupt für meinen bisherigen Lebenslauf? Kurz gesagt: Ziemlich sicher schon. Gerade bei Zickzack-Lebensläufen, in denen zusammenhangslose Stationen durchlaufen wurden, kann der Storytelling-Ansatz diese Zwischenziele sinnvoll verknüpfen und für den/die HR-Manager/in ein besseres Bild erzeugen. Sehen wir uns hierfür folgendes Beispiel an:

Frau XY hat bisher als Krankenschwester und Sekretärin gearbeitet. Nun bewirbt sie sich bei einem Unternehmen als Fotografin für die Online-Marketing-Abteilung. Du fragst dich, wie diese Stationen miteinander verbunden sind? Versuchen wir den Storytelling-Ansatz, der so als Einleitung des Motivationsschreibens verwendet werden könnte.

„Als junges Mädchen wollte ich schon immer Krankenschwester sein und anderen Menschen helfen. Doch während ich zwei Jahre in diesem Job verweilte, merkte ich, dass mir meine kindliche Naivität ein falsches Bild von diesem Beruf vermittelt hat. Nach drei Monaten der Arbeitslosigkeit habe ich einen Sekretariatsjob in einem großen Logistik-Unternehmen bekommen. Auch wenn mir der Beruf großen Spaß bereitet, so möchte ich nun meiner größten Passion nachgehen, die ich in den letzten beiden Jahren entwickelt habe. Mein Bruder schenkte mir zum Geburtstag seine alte Spiegelreflexkamera und einen Kroatien-Urlaub später habe ich bemerkt, dass die Fotografie eine lang verborgene Leidenschaft von mir gewesen ist.“

Du siehst, dass die drei Berufe auf dem ersten Blick nicht viel miteinander verbindet. Dennoch kann eine Geschichte einen Zusammenhang zwischen ihnen herstellen, der auch für den/die Personalchef/in offenlegt, aus welchem Antrieb heraus du dich beworben hast.

 

Tipp Nr. 2: Konzentriere dich auf deine Stärken!

Soll ich jetzt das ganze Motivationsschreiben mit Geschichten füllen? Nein, das solltest du keineswegs. Hier macht die Dosis das Gift. Im besten Falle überlegst du dir 2-3 Anekdoten aus deinem Leben, die du anschließend im Motivationsschreiben verewigst. Achte hier besonders darauf, dass du mit den ausgewählten Geschichten jene Stärken herausarbeitest, die für die angebotene Stelle relevant sind. Weiters musst du auf das Unternehmen achten, bei dem du dich bewirbst. Die HR-Abteilung eines jungen Start-Up-Unternehmens könnte hier offener reagieren als die einer langjährig etablierten Versicherungsgesellschaft. Beachte hierbei, dass das Ausmaß deiner Geschichten nicht zu stark ausufert. Du willst deine/n zukünftige/n Arbeitgeber/in von deinen Stärken und Qualifikationen überzeugen und diese mit dem Storytelling-Ansatz sinnvoll belegen. Es hilft dir nicht, wenn du bei einer Position, die ein hohes Maß an analytischer und sorgfältiger Arbeit verlangt, eine Episode zur Bestärkung deiner Kommunikationsfähigkeit erzählst.

Beispiel - Gesucht wird ein/e Vertriebsmitarbeiter/in, der/die äußerst flexibel ist:
„Ich kann mich genau daran erinnern, als mich mein Chef zehn Minuten vor unserer Jahreshauptversammlung darauf hingewiesen hat, dass ich die auf Deutsch angedachte Eröffnungs-Laudatio nun doch auf Englisch halten solle, weil wir Neukunden aus Asien zu der Veranstaltung eingeladen hatten. Noch nie zuvor hatte ich so große Panik verspürt, doch bereits nach zwei Minuten und den ersten gelungenen Witzen wusste ich, dass ich die Rede im Griff habe.“

Du siehst, dass diese kleine Geschichte wesentlich mehr über deine Flexibilität aussagen wird als ein kurzes „Ich sehe mich selbst als flexible Person“.

 

Tipp Nr. 3: Werde zum STAR!

Das Massachussetts Institute of Technology (MIT) sieht die STAR-Methode als geeignete Herangehensweise für das Geschichtenerzählen. STAR steht in diesem Zusammenhang für:

  • Situation: In welcher Ausgangslage befandest du dich?
  • Task: Welche Aufgabe hattest du?
  • Action: Was hast du konkret getan?
  • Result: Welches Ergebnis konntest du erzielen?

Anhand dieser vier Parameter kannst du ebenfalls einen kurzen Absatz kreieren, der eine berufliche Station aus deinem Leben widerspiegelt. Der Vorteil der STAR-Methode besteht darin, dass anhand der vier Begriffe gute Beispiele ausformuliert werden können. Bei Bedarf kannst du die einzelnen Phasen auch anders anordnen, sofern es sich besser für deine Erzählung eignet. Im nachfolgenden Absatz ist dies ebenso der Fall.

Beispiel – Gesucht wird ein/e Eventmanager/in, der/die sorgfältig arbeitet:

„Als ich beim Unternehmen ABC angefangen habe, ging es primär um die Vorbereitung der kommenden Messe XY in Buxtehude (Task), da diese essentiell für das Akquirieren von Neukunden ist (Situation). Meine Aufgabe bestand in diesem Rahmen darin, dass ich mit dem von mir geleiteten Projektteam ein Messekonzept erstelle und dieses anschließend realisiere (Action). Nach Abschluss der Messe haben wir XY Neukunden für unser Unternehmen gewonnen (Result).“

 

Tipp Nr. 4: Reflektorisch vs. Episodisch – Wähle den passenden Ansatz!

In deiner Erzählweise kannst du grundsätzlich zwischen zwei Ansätzen unterscheiden. Eine reflektorische Aussage bezieht sich auf eine Selbsteinschätzung: „Ich denke, ich bin teamfähig, weil ich schon in Projekten gearbeitet habe.“

Episodisch hingegen würdest du dieselbe Aussage wie folgt verpacken: „Ich arbeite sehr gerne in Teams. In meinem letzten Job als XY durfte ich an einem Projekt mitwirken, dass ABC zum Ziel hatte. Bereits nach 6 Monaten konnten wir erreichen, dass…“

Das bedeutet, dass eine reflektorische Aussage zunächst etwas behauptet, jedoch nur selten eine stichfeste Begründung liefert. Daher sollten diese beiden Ansätze immer ineinander verwoben werden. So kann ein erlebter Abschnitt (episodisch) mit einer daraus gezogenen Lehre (reflektorisch) verknüpft werden.

Beispiel: „Nachdem wir das Projekt ABC erfolgreich umgesetzt und die neue IT-Umgebung implementiert hatten (episodisch), habe ich bemerkt, dass mir das projektbasierte Arbeiten in Teams die größte Freude bereitet (reflektorisch).“

 

Tipp Nr. 5: Erzähle deine Geschichten auch im persönlichen Gespräch!

Solltest du es mit deiner Bewerbungsmappe zu einem persönlichen Interview geschafft haben, dann kannst du den Storytelling-Ansatz ruhig fortführen. Im besten Falle hast du neben den 2-3 Geschichten, die du in deinem Motivationsschreiben verpackt hast, noch einige weitere auf Lager. Mit diesen kannst du weitere Kompetenzen oder Stärken abdecken, für die in deinem Schreiben kein Platz war. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass du deine Anekdoten vorbereitest und keinesfalls auf spontane Eingebungen hoffst, die dir dann als Antwort für die gestellten Fragen auf der Zunge herumbaumeln werden. Denke an Politiker/innen oder Künstler/innen, die auf Bühnen stehen und ihre Texte in der Öffentlichkeit vortragen. Eine Opernsängerin geht nicht hinaus und trällert eine Arie herunter, ohne sie vorher mindestens einmal gut geprobt zu haben. Auch ein Politiker schüttelt die Neujahrsrede nicht spontan aus seinem Ärmel, sondern geht sie vorab akribisch mit seinen Autorinnen und Autoren durch. Daher solltest du im Gespräch versuchen, ab und zu eine gut gewählte und passende Story zu erzählen, die einen positiven Eindruck hinterlässt. Auch dem/der HR-Manager/in wird es gefallen, zur Abwechslung ein sonst eher tristes Interview wie einen gut funktionierenden Smalltalk über die Bühne gehen zu lassen.

Fazit

Der Storytelling-Ansatz ist für jede Bewerbungsmappe geeignet. Allerdings sollten die erzählten Geschichten mit Bedacht eingesetzt werden. Es geht vorrangig um das Untermauern von eigenen Stärken, die zu der ausgeschriebenen Stelle passen. Auch beim persönlichen Interview kann Storytelling angewendet werden. Jedoch sollten die Geschichten immer gut vorbereitet werden, damit diese sicher erzählt werden können.

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