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“Die Schöne und das Biest”: Das müssen Personalabteilungen leisten

Geschrieben von Leonore Kleinkauf

Grafische Darstellung der Charaktere von “Die Schöne und das Biest” mit Tassilo, der in der Analogie die Aufgaben der Personalabteilung darstellt

Disney hat der Menschheit mit dem Meisterwerk “Die Schöne und das Biest” nicht nur wunderbare Stunden vor dem Fernsehgerät beschert, sondern ganz nebenbei auch noch die perfekte Analogie zum Thema Relevanz von Personalabteilungen geliefert. In diesem Artikel erfahren Sie, was Belle, Biest und co mit Human Resources zu tun haben, welchen Aufgaben sich Personalabteilungen heute stellen müssen und warum sie deshalb mehr Anerkennung verdienen.


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Kurzzusammenfassung “Die Schöne und das Biest”

Ein kaltblütiger Prinz wird von einer Hexe in ein Biest verwandelt. Sie schenkt ihm eine magische Rose. Bis die Rose verblüht, kann er seinen Zustand rückgängig machen. Aber nur, wenn er es schafft, die wahre Liebe für sich zu gewinnen. Neben ihm werden auch all seine Bediensteten verwandelt und finden sich als sprechende Gegenstände wieder. Unter ihnen ist auch Tassilo (eine kleine, zuckersüße Tasse). Die kluge Dorfschönheit Belle (die wahre Liebe des Prinzen) gerät über missliche Umstände in das Schloss des Biests und wird dort gefangen gehalten. Sie freundet sich mit den Bediensteten des Hauses an, die sich sehr um ihr Wohl sorgen. Dann gibt es noch den ruppigen Gaston, ein Aufreißertyp, der sich in den Kopf gesetzt hat, Belle zur Frau zu nehmen. Es kommt, wie es kommen muss: Gaston legt sich mit dem garstigen Biest an, verliert und nach langem Zutun der Bediensteten gelingt es dem nun sanftmütigen Biest schlussendlich Belle für sich zu gewinnen. Er und seine Bediensteten verwandeln sich zurück und alle sind für immer glücklich (außer Gaston).

Wie lässt sich die Geschichte auf Human Resources und den War for Talents übertragen?

Belle verkörpert in diesem Szenario die Bewerberin, die es von der hinter einer ruppigen Schale versteckten Sanftmütigkeit des Biests (in diesem Fall ein mittelständisches Unternehmen) zu überzeugen gilt. Während sich das Unternehmen sträubt, der Bewerberin zu zeigen, welch guter Kern in ihm steckt, arbeitet die Personalabteilung (Tassilo und Konsorten) unentwegt daran, die Beziehung zur Bewerberin aufzubauen und sie von den Vorteilen des Unternehmens zu überzeugen. Lob bekommt sie dafür aber nicht. Unterdessen schmiedet Gaston oder in diesem Fall der Wettbewerb fiese Pläne, um dem Unternehmen die herausragende Bewerberin wegzuschnappen. Im Kampf um die Bewerberin verliert der nur oberflächlich gutaussehende Wettbewerb, weil sich die Bewerberin aufgrund der fantastischen Arbeit der Personalabteilung bereits für das Unternehmen entschieden hat (Schloss, schöner Prinz und Bedienstete könnten hier für flexible Arbeitszeiten und andere Benefits des Unternehmens stehen). Bravo Tassilo und co!

Welche Aufgaben übernehmen Personalabteilungen, damit Belle das Biest kennen lernt und sich am Ende sogar verliebt?

Personalbeschaffung

Eine essentielle Aufgabe der Personalabteilung ist die Personalbeschaffung. Der Begriff klingt etwas plump, dabei müssen Personaler*innen dafür auf vielen verschiedenen Ebenen, viele verschiedene Dinge berücksichtigen. Dazu gehört eine klare Vorstellung davon, wer genau für eine Stelle gesucht wird. Je nach Zielperson gestaltet sich nämlich der weitere Prozess. Soll per Stellenanzeige der oder die passende Kandidat*in gefunden werden, muss die Anzeige erstellt und geschaltet werden. Um eine Stellenanzeige zu erstellen müssen wiederum verschiedene Aspekte berücksichtigt werden: 

Technologie: 

  • Ist die Anzeige für Google for Jobs aufbereitet? 
  • Ist die Anzeige mobil-optimiert?  
  • Entspricht die Anzeige dem Liquid-Design?

Zielgruppe: 

  • Ist die Anzeige so aufbereitet, dass sich meine Zielgruppe davon angesprochen fühlt? (Design, Text, etc.)
  • Auf welchen Plattformen muss die Anzeige geschaltet werden, damit die Zielgruppe erreicht wird? 

Rechtliches: 

  • Ist die Anzeige AGG-konform
  • Ist mein Bewerbungsprozess DSGVO-konform?

Natürlich sind heute Stellenanzeigen lange nicht mehr die einzige Möglichkeit eine vakante Stelle zu besetzen. Gerade Top-Kandidat*innen sind häufig nicht gezielt auf der Suche nach einem neuen Job, sondern müssen aktiv von Unternehmen angesprochen werden. Das nennt sich dann Active Sourcing. Hinzu kommen Faktoren wie Generationen-Unterschiede und die damit einhergehende unterschiedliche Mediennutzung. Bei jungen Leuten funktionieren Plattformen wie Truffls (das Tinder für Bewerbungen) sicherlich gut, während ältere Semester vielleicht doch eher den Blick in die Zeitung wagen. Es ist also schon eine Menge strategische und konzeptionelle Vorarbeit für die Personalabteilung vonnöten, um überhaupt eine Sichtbarkeit für die ausgeschriebene Stelle zu erzeugen. Und damit geht es zum nächsten Schritt über, dem Bewerbermanagement. Es gilt den Bewerbungsprozess möglichst attraktiv für die Bewerber*innen zu gestalten. Dazu gehören die einfache Einreichung einer Bewerbung, die zügige Abwicklung von Bewerbungsgesprächen sowie eine klare Bewerberkommunikation. Bewerber*innen möchten sich beim Unternehmen gut aufgehoben fühlen. Hat die Personalabteilung ihre Aufgabe gut gemacht und den oder die Bewerber*in vom Unternehmen überzeugt, ist die Arbeit aber noch lange nicht getan. Denn dann fängt für Personaler*innen einfach nur ein neuer Abschnitt an:

Personalentwicklung

Nach der erfolgreichen Rekrutierung muss die Personalabteilung daran arbeiten, die neuen Mitarbeiter*innen zu motivieren und zu halten. Das wird häufig über Fortbildungsmöglichkeiten, eine gute Einbindung ins Team oder auch Benefits wie flexible Arbeitszeitmodelle erreicht. Wer dieses Thema als Unternehmen nicht angeht, sieht vermutlich bald alt aus, denn auch der Wettbewerb weiß um Active Sourcing. Mitarbeiter*innen sind nicht mehr einfach nur dankbar einen Job zu haben, er muss ihnen auch eine gute Work-Life-Balance und persönliche Entwicklung ermöglichen. Natürlich gilt hier nicht “one size fits all”, also muss die Personalabteilung wieder strategisch und konzeptionell auf Trab sein, um die Bedürfnisse aller Mitarbeiter*innen unter einen Hut zu bringen. Zusätzlich zur Aufgabe die Leute bei Laune zu halten, kommt natürlich auch noch die:

Personalverwaltung

Verträge vorbereiten, Gehaltsabrechnungen erstellen und andere administrative Tätigkeiten fallen selbstverständlich auch in den Aufgabenbereich einer Personalabteilung.

Fazit: Unsere Helden – what they do in the shadows

Im Prinzip sind Personaler*innen Tausendsassas. Sie arbeiten strategisch und kreativ. Sie benötigen Menschenkenntnis und sind technikaffin. Juristisch wissen sie genau Bescheid und haben zu jeder Zeit die wirtschaftliche Lage des Unternehmens im Blick. Sie achten darauf die Time to hire möglichst gering zu halten und einen Talentpool anzulegen. Natürlich nur, wenn das dazugehörige Unternehmen verstanden hat, dass eine unbesetzte Stelle viel teurer ist als die Umsetzung von kreativen Ideen zur Besetzung ebendieser. Im Idealfall fallen Personaler*innen nicht auf, denn sie tragen dazu bei, dass alles wie am Schnürchen läuft. Sollten wir ihnen nicht mehr Anerkennung schenken? Ein Hoch auf unsere Tassilos!

Tassilo-für-Blogbeitrag


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