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Warum das Motivationsschreiben ausgedient hat...

Geschrieben von Malte

... und wie wir trotz allem talentierte Bewerberinnen und Bewerber rekrutieren.

Seit dem vergangenen Jahr verzichtet die deutsche Bahn auf das Motivationsschreiben im Bewerbungsprozess - und erntet dafür viel Unverständnis. Für uns hingegen hat das Bewerbungsschreiben schon seit etwa 10 Jahren ausgedient. Stattdessen setzen wir darauf, wenige und dafür relevante Daten des Bewerbers oder der Bewerberin abzufragen. Hier erklären wir, welche Daten das genau sind und wie wir trotzdem talentierte Bewerberinnen und Bewerber rekrutieren.Motivationsschreiben

Auswahlkriterium Motivationsschreiben: Ausgedient!

Unsere Erfahrung hat uns gezeigt, dass ein Motivationsschreiben in den meisten Fällen nicht wirklich viel über den Bewerber aussagt. Warum ist das so?

  1. Bewerber schreiben einen standardisierten Text und verschicken diesen mit nur kleinen, unternehmensspezifischen Anpassungen an alle interessanten Stellen. Das ist auch vollkommen verständlich, denn wenn man 50-60 Bewerbungen schreibt, ist es sehr mühsam für jedes Unternehmen einen komplett neuen Text zu verfassen.
  2. Die Texte sind oft von Dritten korrigiert, bearbeitet oder sogar geschrieben. Es ist schon mehrmals vorgekommen, dass wir ein perfekt geschriebenes Anschreiben bekommen haben, Bewerber aber überhaupt kein Deutsch konnte.
  3. Inzwischen gibt es viele Anbieter, die Bewerbern über das Internet das perfekte Anschreiben erstellen.

Diese drei Punkte haben uns bewogen, auf das Anschreiben zu verzichten. Stattdessen fragen wir unsere Bewerber in unserem Bewerbungsformular: »In drei Sätzen, warum möchtest du bei uns arbeiten?«. Bei dieser Frage, die der Bewerber direkt auf dem Bewerbungsformular ausfüllt erhalten wir viel ehrlichere und aussagekräftige Antworten, die uns dabei helfen, eine bessere Auswahl aus unseren Bewerbern zu treffen.

Auswahlkriterium Lebenslauf - War der Bewerber schon einmal in einer ähnlichen Situation?

Neben der Bewerbungsfrage ist der Lebenslauf einer Kandidatin oder eines Kandidaten ein wichtiges Auswahlkriterium für uns. Jeder Lebenslauf ist individuell und hat seine eigenen Stärken und Schwächen. Das allerwichtigste für uns ist aber, dass der Bewerber schon einmal in einer der ausgeschriebenen Stelle ähnlichen Situation war und diese dann gemeistert hat.

Wenn wir beispielsweise einen neuen Vertriebschef für unser B2B Produkt suchen, würden wir für diesen Job nicht den Vertriebler für Staubsauger (B2C) bei Siemens einstellen. Wir würden stattdessen nach einem Bewerber oder einer Bewerberin Ausschau halten, der bereits im B2B-Software Bereich gearbeitet hat, sich in einem kleinen Team durchgesetzt hat oder bereits Vertriebsleiter war. Deswegen ist es für uns wichtig, dass die Bewerber auf Ihrem Lebenslauf angeben, welche Erfahrungen Sie bereits in welchem Unternehmen und in welcher Verantwortung gesammelt haben.

Bewerbungsformular – Bewerbungen schneller aussortieren

Die wichtigste Hilfe bei der Auswahl unserer Bewerber ist unser Bewerberformular, dass wir in unserer Bewerbermanagement Software onapply mit wenigen Klickst erstellen. Mit dem Bewerbungsformular stellen wir Fragen, die einen Bewerber oder eine Bewerberin direkt qualifizieren oder disqualifizieren. Eine solche Frage könnte zum Beispiel sein: »Bitte bewerte Kenntnisse der Programmiersprache XY«. Die Antwort auf die Frage können wir dann sofort mit unseren Anforderungen abgleichen und die Eignung der Kandidatin oder des Kandidaten so sofort besser einschätzen.

Fazit

Um einen aussichtsreichen Kandidaten zu finden, gehen wir also wie folgt vor:

Als erstes lesen die Antwort auf die Frage, warum jemand bei uns arbeiten möchte, um Kandidaten und Kandidatinnen ohne passende Motivation sofort auszusortieren. Danach werten wir die Antworten auf unsere Fragen im Bewerbungsformular aus und können daraufhin erneut ungeeignete Kandidaten direkt ausschließen. Im dritten Schritt betrachten wir den Lebenslauf der Kandidaten und versuchen zu verstehen, ob Sie für unser Unternehmen wertvolle und passende Erfahrungen mitbringen. Wenn dem so ist, verschicken wir eine Einladung zum Telefoninterview.

Mit diesem Vorgehen haben wir einem kurzen Bewerbungsprozess viele talentierte Mitarbeiter anwerben können – das Motivationsschreiben hat uns dabei als Informationsquelle noch nicht einmal gefehlt.

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