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Alternative Formate für Anschreiben und Lebenslauf

Geschrieben von Timur

Es ist schwer, allein aus dem Lebenslauf und dem Anschreiben zu erkennen, ob ein*e Bewerber*in auf eine Stellenanzeige und zum Unternehmen passt. Besser geht es mit Bewerbungsformularen.

Brille

Die Nachteile eines Motivationsschreibens

Kleine Unternehmen werde es kennen: in vielen Motivationsschreiben werden oft nur kleine Anpassungen gemacht. Das heißt, der Unternehmensname, die Anschrift und die Ansprechperson werden geändert, das Schreiben selbst ist jedoch Copy-Paste und meist merkt man es ihm an. Das führt zu Frust bei den Unternehmen. Man würde ja lieber ein persönliches Anschreiben erhalten.

Versetzen wir uns mal in die Lage der Bewerber*innen: In der Regel müssen 20 bis 60 Bewerbungen geschrieben werden, bis man eine Zusage erhält. Falls man parallel in einem anderen Job arbeitet, geht pro Bewerbung locker ein Abend drauf. Das heißt, man ist 20 bis 60 Tage allein mit dem Schreiben von Bewerbungen beschäftigt - ohne sicher zu sein, dass es sich am Ende auszahlt. Deshalb ist es nur verständlich, den Prozess zu optimieren und standardisierte Anschreiben zu benutzen. Meistens werden diese Schreiben sprachlich sogar noch von Familienmitgliedern oder Freunden überarbeitet glattgebügelt.

Zurück auf die Unternehmensseite: Das Problem mit diesen Anschreiben - so optimiert der Prozess bei den Bewerber*innen auch sein mag - ist einfach, dass man nichts in der Hand hat, was wirklich aussagekräftig ist. Deshalb sind die meisten Motivationsschreiben als Auswahlkriterium nutzlos.

Das Problem mit dem Lebenslauf

Lebensläufe bieten relativ standardisiert Informationen über Bewerber*innen und trotzdem sieht jeder Lebenslauf anders aus und setzt andere Akzente. Wenn man Tipps für Bewerbungen liest, wird oftmals empfohlen, den Lebenslauf auf jede Stellenanzeige anzupassen und bestimmte Keywords zu nutzen. Das passiert jedoch eher selten (wir erinnern uns an die Prozessoptimierung im Bewerbungsprozess). Deshalb erhält man meistens ein Standard-Dokument und erkennt mit ein bisschen Glück, ob die Person zur ausgeschriebenen Stelle passt. Häufig bleiben elementare Fragen dabei jedoch ungeklärt.

Die Lösung: Das Bewerbungsformular

Im Bewerbungsformular haben Sie die Möglichkeit, Bewerber*innen alles zu fragen, was für die Stelle relevant ist. Als erstes sollte deshalb klar definiert sein, was überhaupt erwartet wird. Dazu erstellt man am besten eine Scorecard (Link). Anhand dieser Scorecard sollte man wissen, welche Informationen benötigt werden und welches Fachwissen getestet werden sollte.

Interessenten für eine Developer-Stelle könnte man zum Beispiel fragen über die bevorzugte Programmiersprache, Frameworks oder Konzepte stellen. Für Vertriebsstellen sind Informationen, wie viele Wählversuche am Tag geschafft werden oder durch welches Vertriebsbuch man entscheidend geprägt wurde, wichtig. Zukünftige Barkeeper*innen könnte man nach dem Signature-Cocktail oder möglichen Arbeitszeiten fragen.

Wenn man die Fragen im Bewerbungsformular richtig stellt, erkennt man ganz schnell, welche Personen potenziell besser passen und welche gar nicht passen. Wir haben außerdem die Erfahrung gemacht, dass hier ehrlicher geantwortet wird als im Motivationsschreiben und Lebenslauf.

Mit der Frage »Nenne uns 3 Gründe, warum du bei onapply arbeiten willst« haben wir bisher den besten Eindruck in die Motivation und Rechtschreibung der Bewerber*innen bekommen, als durch jedes Motivationsschreiben. Erst nachdem wir den Bewerbungsfragebogen gesichtet und die Bewerbung als gut empfunden haben, gucken wir uns Lebenslauf und Anschreiben an, um unseren Eindruck zu bestätigen.

Durch diesen Prozess werden die Bewerbungen viel vergleichbarer, da alle dieselben Fragen beantworten müssen. Außerdem geht die Auswahl viel schneller, weil man sich nicht in Lebenslauf oder Anschreiben verliert.

Wir nutzen das Bewerbungsformular in unserer Bewerbermanagementsoftware. Ein kleiner Tipp: Der Fragebogen sollte nicht zu lang sein. Zur Orientierung: wenn es länger als 8 Minuten dauert, ihn auszufüllen, ist er zu lang.

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