STELLENANZEIGE SCHALTEN
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9 Gründe, warum Ihre Stellenanzeige keinen Erfolg hat

Geschrieben von Katja

Diese Fettnäpfchen stellen sich Personaler*innen bei der Talentsuche immer wieder in den Weg.

Drei leere Stühle (rot, blau, gelb) an einer Wand

Mit jeder neuen freien Stelle stellen sich Personaler*innen der Herausforderung »Stellenanzeige«. Ob online über Jobbörsen, soziale Netzwerke oder Bewerbermanagement-Systeme geschaltet, die Jobausschreibung muss ansprechen. Sie ist das wichtigste Rekrutierungsinstrument für Personaler*innen. Eine Stellenanzeige dient dem Unternehmen als Werbebotschaft und Filter zugleich. Das Ziel ist es, potentielle Bewerber*innen auf Ihre freie Stelle aufmerksam zu machen und zu einer Bewerbung zu motivieren. Dabei gilt es, einerseits möglichst viele Bewerber*innen für Ihr Unternehmen und die Position zu begeistern. Andererseits sollte das Stellenprofil nicht zu allgemein gehalten werden, um nicht von einer Vielzahl an Bewerbungen erschlagen zu werden, die aufgrund ihrer Qualifikationen nicht für die Position in Frage kommen. Hier finden Sie einige Fallstricke und Fettnäpfchen, die sich jedem Personaler und jeder Personalerin auf der Talentsuche immer wieder in den Weg stellen.  

Sie wissen noch nicht, ob Sie überhaupt eine*n neue*n Mitarbeiter*in einstellen sollten? Dann lesen Sie zuerst unseren → Artikel zu diesem Thema.

#1 Das unrealistische Anforderungsprofil

Wunderkinder, jung, dynamisch, frisch aus der Uni und mit mehrjähriger Berufserfahrung gibt kein Arbeitsmarkt der Welt her. Kolleg*innen mit einem solch unrealistischen Anforderungsprofil müsste sich der/die Personaler*in backen. Bleiben Sie also realistisch und gestalten Sie das Anforderungsprofil nicht zu umfangreich. Formulieren Sie Ihre Anforderungen stichpunktartig. Stellenanzeigen werden beim ersten Betrachten zunächst quergelesen. So lässt es sich leichter überblicken. Vermeiden Sie es in diesem Schritt, potentielle Bewerber*innen durch ein zu umfangreiches Anforderungsprofil abzuschrecken. Priorisieren Sie stattdessen und fragen Sie sich: Welche Kenntnisse setzen Sie voraus? Welche Fähigkeiten würden Sie darüberhinaus begeistern? Und welche sind »nice-to-have«, aber nicht unbedingt notwendig?

#2 Die falsche Platzierung

Beim Stichwort »Online-Jobbörsen« denken die meisten zunächst an die großen Generalisten wie Stepstone und Monster. Diese Jobbörsen bieten den Vorteil, dass sie im Prinzip alle Branchen und Karrierelevel abdecken. Insbesondere bei schwer zu besetzenden Stellen lohnt es sich jedoch, genauer zu überlegen, wo Sie Ihre Online-Stellenanzeigen schalten. Ziehen Sie zum Beispiel auch branchenspezifische oder regionale Jobbörsen in Erwägung, um die Qualität Ihrer Bewerber*innen zu maximieren. Wenn Sie Ihre Online-Stellenanzeige dennoch über einen der großen Generalisten schalten möchten, sollten Sie darauf achten, dass die Jobbörse mit starken Partnern in Ihrer Branche oder Region zusammenarbeitet, um den größtmöglichen Erfolg zu erzielen. Mit der Unterstützung von Bewerbermanagement-Systemen beim Schalten Ihrer Anzeige sparen Sie Zeit und Aufwand, da Sie alle gewünschten Jobbörsen aus einem System buchen können.

#3 Fehlende Gleichberechtigung

Hebammen sind Geburtshelfer, Zahnarzthelferinnen zahnmedizinische Assistenten und aus Krankenschwestern wurden Krankenpfleger. Personaler*innen einer Klinik, die allgemein Krankenpfleger suchen, missachten die Gleichberechtigung. Beachten Sie unbedingt die Richtlinien des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG)! Sie schreibt vor, dass Personaler*innen, so sie kein Geschlecht ausschließen, beide in Stellenanzeigen benennen müssen. Entweder sie suchen nach Krankenpflegern w/m oder nach Pfleger/innen, was aussagt, dass sowohl weibliche als auch männliche Kandidat*innen angesprochen werden. 

#4 Die Floskelfalle

Wir bieten eine Zukunft in einem großartigen Unternehmen mit einem hoch motivierten Team und überdurchschnittlicher Bezahlung. Das klingt nach einem wirklichen Traumjob. Der/die Personaler*in vergisst, dass das Internet kein Neuland ist. Solche Versprechen sind heute ganz einfach nachprüfbar und nicht selten sprechen Bewertungsportale und regionale Facebook-Gruppen eine ganz andere Wahrheit. Seien Sie transparent mit dem, was Sie zu bieten haben. Seien Sie stolz, übertreiben es aber nicht. Nennen Sie konkret, was Sie der Zielgruppe bieten können. Diese Punkte können den Ausschlag geben!

#5 Das ABC der Stellenanzeige

Die wichtigsten Regeln, die Bewerber beherrschen, sind die Rechtschreibregeln. Nichts turnt Personaler*innen mehr ab, als fehlerhafte Bewerbungen. Doch auch Personaler*innen sollten den Fehlerteufel fürchten und auf ihre Rechtschreibung achten. Achten Sie also auf korrekte Grammatik und Rechtschreibung. Nutzen Sie die Rechtschreibprüfung und lassen danach eine andere Person Ihre Ausschreibung Korrektur lesen, denn man selbst übersieht oft die eigenen Fehler.

#6 Kurz, knapp, präzise

Ein beliebter Fehler bei Stellenanzeigen sind ellenlange Satzkonstruktionen. Mehrzeilige Satzgebilde, die selbst Thomas Mann erblassen ließen, sind absolut out. In der Kürze liegt die Würze. Potentielle Bewerber finden in Online-Jobbörsen oft hunderte Stellenausschreibungen. Sie haben keine Zeit, jede Anzeige aufmerksam durchzulesen, sondern überfliegen sie zunächst nur. Heben Sie deshalb wichtige Informationen durch Schriftgröße, Kontrast oder Platzierung deutlich hervor, um Eye-Catcher zu schaffen, an denen das Auge hängenbleibt. Verzichten Sie außerdem auf Fließtext und greifen Sie stattdessen auf Aufzählungen zurück, um sicher zu stellen, dass der Leser mehr Informationen aufnimmt. Halten Sie Ihre Aufzählung kurz und beschränken Sie sich wenn möglich auf maximal 5 Punkte. Um außerdem sicherzustellen, dass wichtige Informationen vom Leser wirklich wahrgenommen werden, ordnen Sie sie innerhalb der Aufzählung auf den Plätzen 1 bis 3 an.

#7 Falscher Ausdruck hinterlässt bleibenden Eindruck

Laut Stellenanzeige einer Steuerberater-Kanzlei wird "für die dauerhaft zu besetzende Stelle der Steuerfachfrau eine studentische Aushilfe gesucht". Was nach »Studenten nehmen Fachkräften die Arbeit weg« klingt, ist jedoch ganz anders gemeint. Denn eigentlich wird die Aushilfe zur Unterstützung der Steuerfachfrau gesucht. Es klingt selbstverständlich, dennoch kommt es viel zu häufig vor, dass ein schlecht gewählter Titel den Erfolg einer Stellenanzeige stark beeinflusst. Wählen Sie deshalb einen möglichst gängigen Titel und verzichten Sie auf Anglizismen. Um mit Ihrer Ausschreibung gezielt die richtigen Bewerber*innen anzusprechen, nennen Sie im Titel auch die für viele Bewerber*innen entscheidenden Stichworte, wie z.B. den Ort.

#8 Bilder, die negativ bewegen

Kurz-Videos sind ideal zur Präsentation und persönlichen Ansprache. Doch Vorsicht ist geboten. Aufrufe, die so unverständlich sind wie die Rede bayerischer Ministerpräsidenten zur Transrapidfrage, erheitern, erfüllen aber nicht ihren ähhhm Zweck.

#9 Der unpersönliche Absender

Unbekannt Chiffre-Anzeigen kommen aus guten Gründen nicht aus der Mode. Allerdings sind die Gründe für den Bewerber so wenig nachzuvollziehen, wie das Unternehmen selbst. Der Rücklauf hält sich in Grenzen. Chiffre-Anzeigen ähneln Anrufen unbekannter Teilnehmer. Im Zweifel werden sie einfach ignoriert.

Mehr Tipps zu Stellenanzeigen inkl. Stellenanzeigen-Vorlagen finden Sie in unserem Blogartikel: »10 Tipps für bessere Stellenanzeigen«.

FAZIT

Die Erstellung und Schaltung von Stellenanzeigen birgt viele Fettnäpfchen, die Sie mit einfachen Maßnahmen vermeiden können. Erfolgreiche Stellenanzeigen haben ein realistischen Anforderungsprofil, unterscheiden sich positiv vom Wettbewerb und wecken somit das Interesse bei potentiellen Bewerber*innen. Das Schalten der Anzeige auf den passenden Stellenbörsen rundet Ihren Auftritt ab und führt im Regelfall schnell zum passenden Bewerber/zur passenden Bewerberin. Viele Bewerbermanagement-Systeme bieten die Möglichkeit an, Stellenanzeigen-Angebote direkt aus dem System zu buchen und sie über eine Multiposting-Funktion auf den verschiedenen Plattformen zu verteilen. Sie sparen somit Zeit und Aufwand und erzielen eine hohe Reichweite. Mixen Sie klassische, branchenspezifische und netzwerkorientierte Stellenbörsen. Nutzen Sie zusätzlich Social-Media-Kanäle, wenn Sie insbesondere die Generation Y oder Z erreichen wollen.

Sie haben absolut kein Budget für das Schalten Ihrer Anzeige? Dann lesen Sie einfach unsere »5 besten Rekrutierungsstrategien, wenn Sie kein Budget haben«.

 

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