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5 Tipps zur Bewerberauswahl

Geschrieben von Sabrina

Sie haben ein paar Bewerbungen erhalten und fragen sich jetzt, wie Sie sicherstellen können, die richtige Person einzustellen? Dann sind unsere 5 Tipps genau das richtige für Sie!

Bewerberauswahl

Wir haben aus der Erfahrung etwas gelernt, das sogar von einem Nobelpreisträger (Daniel Kahnemann - Thinking fast and slow) bestätigt wurde: Man kann sich nicht auf das Bauchgefühl verlassen. Selbst Google hat dies in einer internen Studie getestet und heraus kam: Niemand kann prognostizieren, ob die eingestellte Person die beste für den Job ist. Aber was heißt das nun für den Entscheidungsprozess, welche*n Bewerber*in man einstellen sollte?

Tipp 1: Objektivieren Sie Ihre Bewertung und Auswahl

Wir versuchen, jede Ausschreibung rational anzugehen (mehr dazu in unseren Texten Artikel Kapitel 1). Wenn wir wissen, dass wir jemanden brauchen, definieren wir genau, wen wir brauchen. Dazu benutzen wir eine Scorecard. Auf dieser Bewertungskarte tragen wir die Ziele ein, die in der offenen Position erreicht werden sollen. Wir legen fest, welche Eigenschaften der oder die Bewerber*in mitbringen soll und wir schauen ob er oder sie unsere Unternehmenswerte vertritt. Der Punkt Unternehmenswerte ist bei onapply der wichtigste. Wird ein Wert nicht erfüllt, kommt ein*e Bewerber*in für uns nicht in Frage, egal wie gut er oder sie ist.

Mit Hilfe der Scorecard machen wir alle Bewerbungen vergleichbar und im Idealfall können wir sie auch noch mit historischen Bewerbungen und Einstellungen vergleichen.

Tipp 2: Fragen Sie K.O. Kriterien so früh wie möglich ab

Nichts ist ärgerlicher, als in einem Interview erst nach 30 Minuten festzustellen, dass unsere K.O. Kriterien auf eine*n Bewerber*in zutreffen. Deshalb fragen wir beispielsweise Gehaltsvorstellungen oder Führerscheinklassen schon bei der Bewerbung mit unserem Bewerbungsfragebogen ab.

Und wenn wir ganz ehrlich sind und uns in Bewerber*innenhaut versetzen, ist es auch extrem enttäuschend, wenn in vielen Bewerbungsschritten Hoffnung aufgebaut wird, die dann im letzten Schritt zerschlagen wird, nur weil wir das Wunschgehalt nicht abgefragt haben.

Tipp 3: Bewerten Sie Ihre Bewerber*innen eindeutig: Weiter im Prozess oder Absagen!

Es ist wichtig, dass die Entscheider*innen ganz genau sagen können, ob ein*e Bewerber*in in der nächsten Runde ist oder ob abgesagt werden soll. Am Anfang haben wir unsere Bewerbungen mit einem Sternesystem (1 bis 5 Sterne) bewertet. Dieses System hat uns nicht weitergeholfen weil es keine klaren Entscheidungen gefördert hat. Was bedeuten 3 Sterne? Zusagen, Absagen, Ersatzbank? Mit einem unklaren Bewertungssystem ist niemandem geholfen.

Inzwischen haben wir ein System eingeführt, bei dem man nach Zusage und Absage bewerten kann. Hierbei unterscheiden wir nochmal in starke Zu- oder Absage und schwache Zu- oder Absage. Hierdurch ist immer klar, welcher Schritt als nächstes getan werden muss.

Tipp 4: Seien Sie sich Ihrer eigenen Befangenheit (Bias) bewusst

Anfangs haben wir bei onapply nur Mitarbeiter*innen eingestellt, die so waren wie wir. Das hat zwar dazu geführt, dass sich immer alle einig waren und hatte zur Folge, dass nur wenig neue Ideen und Diversifikationen stattfanden. In einem Workshop haben wir uns deutlich gemacht, welche eigenen Befangenheiten (Bias) wir mit uns herumtragen. Diese rufen wir uns vor jedem Interview zurück in den Kopf um Bewerber*innen mit möglichst neutraler Brille kennenzulernen und zu bewerten.

Tipp 5: Lassen Sie Bewerber*innen durch eine Gruppe beurteilen

Wie schon angesprochen hat kein Mensch der Welt das Bauchgefühl oder die Skills, die richtige Person für eine Stelle auszuwählen. Deshalb beziehen wir mehrere Mitarbeiter*innen in unseren Entscheidungsprozess mit ein. In unserem Auswahlprozess ist eine Person aus der Personalabteilung anwesend, mindestens eine aus der Fachabteilung, ein*e Manager*in und eine neutrale Person involviert. Das klingt erstmal viel, wir schaffen dadurch aber ein rundes Bild und wirken zum Beispiel zu schnellen Entscheidungen vor, weil es gerade in der Fachabteilung brennt.

Bonus Tipp: Lassen Sie sich Zeit

Der schlimmste Fehler, vor dem wir gewarnt wurden und den wir natürlich trotzdem gemacht haben: eine*n Bewerber*in zu schnell und ohne gründliches Auswahlverfahren einzustellen.

Deshalb ist unser letzter Tipp: lassen Sie sich die Zeit, die Sie benötigen, die richtige Person zu finden. Lieber warten, als den oder die Falsche einzustellen.

 

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