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Sail away with me honey: Generationenunterschiede in der Rekrutierung

Geschrieben von Malte Weiss

Vier Boote repräsentieren die vier Generationen am Arbeitsmarkt, die gemeinsam einem Unternehmensziel entgegensteuern müssen.

Ihr Unternehmen und Ihre Personalabteilung müssen sich bei der Rekrutierung nunmehr auf vier unterschiedliche Generationen einstellen. Von der richtigen Ansprache bis zur produktiven Zusammenarbeit gibt es einiges zu tun. Wie unterscheiden sich die Generationen und wie lassen sich diese Unterschiede zur Stärke Ihres Unternehmens machen?


Was ist eine Generation?

Das Wort “Generation” verbinden viele mit der Familie. Großmutter, Mutter und Tochter gehören unterschiedlichen Generationen an, da sie zu unterschiedlichen Zeiten geboren wurden. Das bedeutet, dass verschiedene äußere Umstände ihre Leben geprägt haben. Diese Umstände können zum Beispiel politischer, technologischer oder wirtschaftlicher Natur sein und haben Einfluss auf die Wahrnehmung und die Einstellung der einzelnen Personen in einer Generation. Eine Generation ist also eine Gruppe von einzelnen Personen, die eine gemeinsame Prägung teilen.

Was haben Generationen mit Ihrem Unternehmen zu tun?

Durch diese Prägungen können wir einer Generation gewisse Werte zuordnen und sie dadurch kategorisieren. Im Kontext eines Unternehmens gehören dazu unter anderem Themen wie Stellenwert der Arbeit sowie Anforderungen an den oder die Arbeitgeber*in. Für Sie als Personaler*in oder Unternehmer*in bedeutet das, dass Sie in Ihren Personalprozessen derzeit vier Generationen abdecken müssen. Einerseits gilt das für die Rekrutierung, andererseits für die Integration der verschiedenen Anforderungen in den Arbeitsalltag.

Welche Generationen gibt es und was charakterisiert sie?

Baby-Boomers

Die Baby-Boomers sind etwa zwischen 1955 und 1965 geboren. Durch sie entstand der Begriff “Workaholics”, da die Arbeit in dieser Generation den höchsten Stellenwert einnimmt. Als älteste Personengruppe stehen sie der Rente am nächsten. 

Generation X

Personen der Generation X sind etwa zwischen 1965 und 1979 geboren. Ihr Ziel ist berufliches Vorankommen, sie sind ehrgeizig und arbeiten für ein materiell abgesichertes Leben. Die Arbeit steht hier jedoch nicht mehr über allem, sondern dient als Mittel zum Zweck. Der Begriff “Work-Life-Balance” findet hier seinen Ursprung.

Generation Y 

Die Generation Y ist etwa zwischen 1980 und 1994 geboren. Arbeit muss sinnstiftend sein und Spaß machen. Der Begriff “Work-Life-Balance” wird hier zu “Work-Life-Blend”. Themen wie Nachhaltigkeit, Transparenz, flache Hierarchien und Flexibilität spielen eine große Rolle. Die Generation gilt als Digital Natives. 

Generation Z

Personen der Generation Z sind etwa zwischen 1995 und 2010 geboren und werden als Digital Natives 2.0 betitelt, da sie von Geburt an mit digitalen Technologien aufgewachsen sind. Es steht hier die klare Trennung von Beruf und Privatem im Vordergrund. Die Arbeit dient dazu, private Selbstverwirklichung zu ermöglichen.

Welche Unterschiede weisen die Generationen auf?

Für Sie als Arbeitgeber*in oder Personaler*in sind vor allem die Unterschiede in der Einstellung zur Arbeit, des Kommunikationsmittels und -stils und des Umgangs mit digitalen Technologien von Relevanz. Denn diese Bereiche wirken sich direkt auf die Rekrutierung und die Gestaltung des Arbeitsplatzes und der Unternehmenskultur aus.

  Baby Boomer Generation X Generation Y Generation Z
Stellenwert der Arbeit Workaholics, Arbeit hat höchste Priorität Mittel zum Zweck der materiellen Absicherung Sinn, Spaß & Work-Life-Blend wichtig Arbeit dient privater Selbstverwirklichung
Kommunikations-mittel Telefon E-Mail, SMS Smartphone,
Web 2.0
Smartphone,
Web 2.0
Kommunikations-stil förmlich förmlich freundschaftlich freundschaftlich, aber distanzierter als Generation Y
Technologie-Verständnis hatten in ihrem Leben wenig Berührungspunkte mit digitalen Technologien mehr oder weniger mit digitalen Technologien vertraut sind mit digitalen Technologien aufgewachsen sind von Geburt an von digitalen Technologien umgeben, immer online

Welche Aufgaben ergeben sich daraus konkret für Ihre Rekrutierung?

Stellenanzeigen passend formulieren

Natürlich können Sie die Tonalität für eine auszuschreibende Stelle nicht immer genau einer Generation zuordnen. Aber Sie können anhand der Anforderungen für die Stelle oft erkennen, ob sie förmlich oder freundschaftlich formuliert sein sollte. Denken Sie daran, Texte für spezielle Zielgruppen idealerweise von einer passenden Person gegenlesen zu lassen. 

Stellenanzeigen platzieren 

Genau wie die passende Ansprache in Stellenanzeigen kann auch die richtige Platzierung ein erfolgskritischer Aspekt sein. In diesem Kontext spielt zum Beispiel die Technologie-Affinität Ihrer Zielgruppe eine Rolle. Während Sie Baby Boomer gegebenenfalls mit einer Zeitungs-Stellenanzeige erreichen, werden Sie darüber niemanden aus der Generation Z rekrutieren. Andersherum werden Sie kaum Baby Boomer oder Personen der Generation X in Rekrutierungs-Apps finden. Da das Internet als Medium jedoch immer wichtiger wird, müssen Sie Ihre Stellenanzeigen auffindbar machen. Daher sollten Sie unbedingt mit dem Thema Google for Jobs vertraut sein. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel “Google for Jobs - So funktioniert es!”.

Andere Formen der Rekrutierung

Neben der klassischen Stellenanzeige gibt es auch andere Möglichkeiten für die Rekrutierung. Dazu gehört das Active Sourcing. Durch den demografischen Wandel (mehr Menschen gehen in Rente, weniger neue Arbeitskräfte kommen auf den Markt) werden in Zukunft Fachkräfte weniger aktiv auf der Suche nach einer neuen Stelle sein. Um diese Personen zu erreichen, müssen jedoch Sie aktiv werden und einen direkten Kontakt aufbauen. Was genau Active Sourcing ist und welche Schritte Sie dafür unternehmen können, lesen Sie in unserem Artikel “Active Sourcing: Wie die direkte Ansprache von Kandidaten gelingt”.

Anreize schaffen

Auch Anreize oder auf neudeutsch “Benefits”, die Sie als Unternehmen Ihren Mitarbeiter*innen anbieten, können sich in der Attraktivität innerhalb der Generationen stark unterscheiden. Während eine Generation mehr wert auf einen Firmenwagen legt, sind einer anderen Generation flexible Arbeitszeiten wichtiger. Hier können Sie sich Abhilfe schaffen, indem Sie Auswahlmöglichkeiten anbieten. 

Mitarbeiterfeedback und Unternehmenskultur

Durch die verschiedenen Wünsche und Motivationen können in einem diversen Arbeitsumfeld schnell Konflikte entstehen. Aber die verschiedenen Erfahrungen und Ansichten können auch bereichernd sein. Mitarbeiter*innen mit mehr Lebenserfahrung können sich mit Personen aus technologie-affineren Generationen austauschen. Das ist nicht nur für die Zusammenarbeit wichtig, sondern auch essentiell, um das Wissen in Ihrem Unternehmen zu halten und Innovation zu fördern. 

  • Ermöglichen Sie Austauschprogramme oder diverse Arbeitsgruppen. 
  • Holen Sie regelmäßiges Feedback Ihrer Mitarbeiter*innen ein (dafür gibt es mittlerweile eine Reihe an Tools). 
  • Ermöglichen Sie offene Kommunikation zwischen allen Parteien.

Fazit: Alle Generationen ins Boot holen oder zumindest in die gleiche Richtung segeln

Als Unternehmen haben Sie ein Ziel: Ein gutes Produkt oder eine gute Dienstleistung anzubieten und damit erfolgreich zu sein. Ihre Mitarbeiter*innen sind ein essentieller Teil, um dieses Ziel zu erreichen. Als Arbeitgeber*in oder Personaler*in ergeben sich für Sie durch die verschiedenen Generationen einige Herausforderungen, aber Sie profitieren auch von dem bunten Potpourri an Persönlichkeiten. Schließlich entsteht durch unterschiedliche Ansichten und Erfahrungen erst ein angeregter Austausch und somit ein gemeinsames Vorankommen.

 

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069 348 7986 11

 

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